Kündigungsschutz bei außerordentlicher und ordentlicher Kündigung

Das Arbeitsrecht in der Praxis

Der Schockmoment schlechthin – man wird von dem Personalleiter oder dem Chef persönlich zum Gespräch gebeten. Eigentlich gibt es gerade gar nichts zu besprechen. Was kann er nur wollen?

Und auf einmal spricht er das aus, was man schon lange befürchtet hat. „Wir haben uns leider dazu entschieden Sie kündigen zu müssen“. Nach dem ersten Schock gibt es einige Punkte die man beachten muss, um seine Rechte zu wahren.

Was für Kündigungsarten gibt es?

Das Gesetz in Dortmund kennt zwei verschiedene Kündigungsarten, welche beliebig eingesetzt werden können. Die ordentliche- und die außerordentliche Kündigung.
Die ordentliche Kündigung kommt nur dann in Betracht, wenn das Arbeitsverhältnis für unbestimmte Zeit geschlossen wurde. Unbefristete Arbeitsverhältnisse sind hingegen nur mittels der außerordentlichen Kündigung kündbar. Ein Kündigungsgrund ist hierfür nicht erforderlich.
Die außerordentliche Kündigung kann hingegen nie ausgeschlossen werden und kommt dementsprechend immer in Betracht. Allerdings ist zu beachten, dass hierfür ein besonderer Kündigungsgrund vorliegen muss.

Kann jederzeit gekündigt werden?

Ein erfahrener Anwalt für Arbeitsrecht in Dortmund kann berichten, dass man nicht jemanden von einem Tag auf den nächsten vor die Tür setzen kann. Der Gesetzgeber schützt hier Arbeitnehmer und die mit ihm verbundenen Familien indem gewisse Fristen für die Kündigung durch das Gesetz festgelegt werden.

Ganz grundsätzlich ist die jeweilige Kündigungsfrist abhängig von dem Lebensalter des zu Kündigenden und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit. Je länger man in einem Betrieb arbeitet, desto länger ist auch die jeweilig anzuwendende Kündigungsfrist.
Eine zu kurz gesetzte Kündigungsfrist macht die Kündigung in aller Regel allerdings nicht unwirksam. Vielmehr ist das Gehalt für den längeren, wirklichen Kündigungszeitraum weiter auszubezahlen.

Ganz anders verhält sich die Lage bei der außerordentlichen Kündigung. Da diese eine Reaktion auf ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers ist, kann dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden, den Arbeitnehmer noch eine Zeit lang im Betrieb zu behalten. Hier drohen weitere Pflichtverletzungen durch den Arbeitnehmer.

Was sind typische Gründe für die Kündigung

Eigentlich kann man zwei Hauptgründe festlegen. Entweder geht es dem Betrieb wirtschaftlich nicht gut. Dann kann es Sinn machen Überkapazitäten dadurch abzubauen, indem man überflüssige Arbeitnehmer als Kostenfaktoren aus der Bilanz bekommt. Hier hat man einige Empfehlungen aus der Praxis in einer Übersicht zusammengetragen.
Ein weiteres großes Feld ist eine verhaltensbedingte Kündigung eines Arbeitnehmers in Dortmund. Hier leistet sich der Arbeitnehmer ein Fehlverhalten, welches durch die Kündigung sanktioniert wird.

Achtung: Bei steuerbaren Sachverhalten – also ein Fehlverhalten, auf welches der Arbeitnehmer zukünftig Einfluss nehmen kann – muss der Arbeitnehmer vor der Kündigung abgemahnt werden. Dies muss auch zeitnah auf das Fehlverhalten erfolgen, um die Rügefunktion der Abmahnung zu erfüllen.

Wichtig ist auch, dass Abmahnungen nach einer gewissen Zeit ihre Wirksamkeit verlieren und dass dann erneut abgemahnt werden muss. Dies richtet sich nach dem Einzelfall und sollte mit einem Anwalt für Arbeitsrecht besprochen werden. Auch kann bei ständigen Abmahnungen wegen jeder Kleinigkeit, diese an Wirkung einbüßen, so dass dann bei einem Fehlverhalten nicht sofort die Kündigung ausgesprochen werden darf.

Wie kann man sich als Arbeitnehmer zu Wehr setzen?

Man sollte direkt nachdem man die Kündigung erhalten hat einen Anwalt für Arbeitsrecht konsultieren und mit diesem dem Fall durchsprechen. Hier gilt es keine Zeit zu verlieren, da eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht in Dortmund fristgebunden ist und diese mit der Aussprache der Kündigung zu laufen beginnt!

Patrick

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